Die multifunktionale automatische Folienschweißmaschine ist aufgrund ihrer Schweißleistung, des stabilen Betriebs und der guten Schweißnahtqualität bei kleinen und mittelständischen Lebensmittelverarbeitungsbetrieben sehr beliebt. Sie findet auch breite Anwendung bei der Herstellung von weichen Verpackungsbeuteln. Sollten bei der Herstellung von Kunststofffolienbeuteln Probleme mit der Schweißnahtfestigkeit an den Rändern, in der Mitte oder am Boden auftreten, kann diese Maschine zum Nachschweißen eingesetzt werden, um die Anforderungen an die Heißsiegelqualität zu erfüllen.
Nach längerem Gebrauch, insbesondere unter Last oder bei Überlastung, neigt die Maschine jedoch zu elektrischen und mechanischen Störungen. Dazu gehören: mangelhafte Versiegelung, zeitweiser Ausfall, Durchbrennen der Sicherung beim Anlauf, quietschende Geräusche im Betrieb, unkontrollierte Temperaturschwankungen, Verformung und Verbiegung der fertigen Beutel an der Versiegelungsstelle sowie Blasenbildung oder unregelmäßige Abdrücke der Siegelklinge. Basierend auf praktischen Erfahrungen analysiert dieser Artikel die Ursachen einiger häufiger Fehler, schlägt entsprechende Lösungen vor und beschreibt die Wartung der Versiegelungsmaschine. Er soll Unternehmen und Privatpersonen, die die Maschine verwenden, hilfreich sein.
1. Mangelhafte Abdichtung
Mangelhafte Abdichtung ist einer der häufigsten Fehler von Versiegelungsmaschinen. Es gibt drei Bedeutungen von mangelhafter Abdichtung:
- Der Verpackungsbeutel kann an der Versiegelungsstelle nicht verschlossen werden.
- Obwohl die Beutelöffnung durch den Druck der Siegelklinge versiegelt wird, reißt sie bei leichtem Zusammendrücken oder Abziehen wieder auf.
Bei einem Abziehtest an der Siegelnaht ist die eine Hälfte des Beutels fest verschlossen, während die andere Hälfte abgelöst ist. Die Siegelnahtqualität eines solchen Verpackungsbeutels ist weiterhin unzureichend, da der Inhalt bei Druck während Lagerung und Transport leicht austreten kann. Dies tritt häufig auf, wenn das Auskleidungsmaterial aus OPP oder geblasenem PE besteht.
Die Ursachen der ersten Fehlerart sind im Wesentlichen folgende:
Unzureichende Heißsiegeltemperatur. Unter normalen Umständen sollte die Heißsiegeltemperatur bei Verbundbeuteln mit OPP als Auskleidungsmaterial und einer Gesamtdicke von 80–90 µm 170–180 °C erreichen. Bei Verbundbeuteln mit PE als Auskleidungsmaterial und einer Gesamtdicke von 85–100 µm sollte die Temperatur auf 180–200 °C eingestellt werden. Mit zunehmender Gesamtdicke des Beutels muss die Heißsiegeltemperatur entsprechend erhöht werden.
Zu hohe Heißsiegelgeschwindigkeit. Die unzureichende Versiegelung des Beutels hängt auch mit der Geschwindigkeit der Siegelmaschine zusammen. Ist die Geschwindigkeit zu hoch, hat die Siegelstelle nicht genügend Zeit, sich aufzuheizen, bevor der Beutel von der Transportwalze zur Kühlpresse befördert wird. Dadurch werden die Qualitätsanforderungen an die Heißsiegelung nicht erfüllt.
- Unangemessener Druck der Gummiräder der Kühlpresse. Die Kühlpresse hat je ein Gummirad oben und unten. Der Druck zwischen ihnen sollte moderat sein. Zum Einstellen des Drucks die Feder einfach nur festziehen.
Qualitätsprobleme mit der Heißsiegelfolie. Die Unfähigkeit, den Beutel zu versiegeln, hängt auch mit der Qualität der Heißsiegelfolie zusammen. Ist die Corona-Behandlung des Verbundmaterials ungleichmäßig und ineffektiv und tritt dies an der Siegelstelle auf, lässt sich der Beutel definitiv nicht versiegeln. Dieser Fall ist zwar selten, führt aber zum Ausschuss des Produkts. Daher überwacht in der Verpackungsindustrie mit Farbdruck die nachgelagerte Produktion die vorgelagerte. Sobald Qualitätsprobleme festgestellt werden, müssen die Ursachen umgehend analysiert und behoben werden. Feuchtigkeit oder Schmutz an der Siegelstelle führen ebenfalls zu einer mangelhaften Versiegelung. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass zur Behebung des ersten Problems eine Erhöhung der Heißsiegeltemperatur, eine Reduzierung der Heißsiegelgeschwindigkeit und gleichzeitig eine Erhöhung des Anpressdrucks der Kühlwalzen der Presse sinnvoll sind.
Die Ursachen für den zweiten Typ von Dichtungsfehlern sind im Wesentlichen folgende:
- Unzureichende Heißsiegeltemperatur. Das Problem lässt sich durch eine entsprechende Erhöhung der Heißsiegeltemperatur beheben.
Die Oberfläche des Heißsiegelblatts ist nicht eben. Das Heißsiegelblatt besteht aus einem Ober- und einem Unterteil, in denen üblicherweise ein Thermoelement zur Temperaturmessung installiert ist. Drei Schrauben fixieren das Heißsiegelblatt. Die mittlere Schraube dient der Stabilisierung und Verstärkung des Blatts, während die beiden anderen Schrauben mit Druckfedern und Unterlegscheiben ausgestattet sind, die hauptsächlich zur Einstellung des Anpressdrucks des Heißsiegelblatts dienen. Ober- und Unterteil verfügen jeweils über zwei Federn. Die unebene Oberfläche des Heißsiegelblatts entsteht hauptsächlich dadurch, dass die mittlere Schraube nicht waagerecht montiert ist oder der Anpressdruck der Druckfeder im Oberteil ungleichmäßig ist.
Die Lösung besteht darin, die Position der mittleren Schraube zu korrigieren, sodass sie waagerecht ist. Falls die oberen und unteren Heißsiegelklingen unausgewogen sind, kann dies durch Anpassen der Druckfeder auf ein moderates Maß erreicht werden. Wird die Feder nach außen gedrückt, senkt sich die Heißsiegelklinge ab. Wird die Feder der unteren Klinge nach oben gespannt, bewegt sich die Heißsiegelklinge nach oben.
- Ungleichmäßiger Druck des Gummirads der Kühlpresse. Ein ungleichmäßiger Druck des Gummirads der Kühlpresse verursacht ebenfalls diese Art von Dichtungsfehler, und die Lösung ist ähnlich wie im ersten Fall.
Die Ursachen für den dritten Typ von Dichtungsfehlern sind im Wesentlichen folgende:
- Ungleichmäßiger Druck des Heißsiegelblatts oder des Kühlblatts. Die Einstellung des Heißsiegelblatts und des Kühlblatts ist exakt gleich.
Die Oberfläche des Heißsiegelmessers ist nicht plan. Beachten Sie die entsprechende Lösung für den zweiten Typ von Dichtungsfehlern.
2. Sicherung durchgebrannt
Der Hauptmotor der Kunststofffolien-Siegelmaschine ist der erste inländische Wechselstrommotor mit einem integrierten Schneckengetriebe aus reinem Aluminium. Er treibt das Getriebe und die Zahnradübersetzung aller Komponenten an. Manchmal gibt die Siegelmaschine beim Anlaufen ein quietschendes Geräusch von sich, arbeitet nicht ordnungsgemäß und die Sicherung der stromführenden Leitung brennt durch.
Um dieses Problem zu beheben, prüfen Sie zunächst die Stromversorgung. Schalten Sie diese anschließend ab und messen Sie mithilfe eines Widerstandsmessgeräts, ob der Schalter beschädigt ist. Prüfen Sie sorgfältig, ob ein Kurzschluss im Stromkreis oder im Motor vorliegt. Bei einem Kurzschluss im Motor ist üblicherweise die Wicklung durchgebrannt oder ein Kabel gebrochen. In diesem Fall brennt die Sicherung beim Anlaufen der Schweißmaschine sofort durch. Eine weitere mögliche Fehlerursache ist eine zu kleine Sicherung. Durch eine größere Sicherung lässt sich das Problem beheben.
3. Quietschgeräusche während des Betriebs
Dieser Fehler tritt während des Betriebs der Siegelmaschine auf. Das quietschende Geräusch tritt oft plötzlich auf, gefolgt von einer ungleichmäßigen Siegelgeschwindigkeit. Dies führt zu unsauberen Siegelabdrücken auf dem Verpackungsbeutel und beeinträchtigt die Produktqualität. Manchmal funktioniert die Maschine normal, jedoch ist dies unvorhersehbar.
Dieses Phänomen ist meist auf mechanische Beschädigungen oder starken Verschleiß sowie mangelhafte Schmierung zurückzuführen. Abhilfe schafft das Mischen von Motoröl und Schmierfett der gleichen Sorte, das Einfüllen in das Getriebe und anschließendes Festziehen der Schrauben. Nach dem Starten der Maschine verschwindet das Quietschgeräusch und die Abdichtung ist wiederhergestellt.
Wenn die Verbindung des Hochtemperaturriemens locker, stark verschlissen oder verschmutzt ist und sich während des Betriebs nicht synchron mit dem Antriebsrad dreht, kann dies ebenfalls zu Quietschgeräuschen führen. In diesem Fall muss der Hochtemperaturriemen durch einen Riemen mit den gleichen Spezifikationen ersetzt werden. Der Austausch erfordert etwas Geschick. Zuerst wird die Feder des Druckrads von Hand zusammengedrückt. Anschließend wird ein Ende des Hochtemperaturriemens auf das Antriebsrad gelegt und das andere Ende von Hand gegen das gegenüberliegende Antriebsrad gedrückt. Die Drehzahl wird auf niedrig eingestellt. Nach dem Anfahren wird der Hochtemperaturriemen durch die Trägheit automatisch aufgelegt.
Manchmal gibt auch der Gleichstrom-Nebenschlussmotor ein quietschendes Geräusch von sich. Dies kann an einem Ölmangel in den Motorlagern liegen. In diesem Fall sollte der Motor zerlegt und geölt werden; das Geräusch verschwindet dann.
4. Verlust der Siegeltemperaturkontrolle
Dieser Fehler äußert sich durch eine Fehlfunktion des Thermometers, eine unzureichende Temperaturregelung, eine instabile Heißsiegeltemperatur und eine entweder verbrannte oder mangelhafte Versiegelung mit deformierter und unansehnlicher Versiegelung. Hauptursache ist ein defektes Thermometer, das repariert werden muss. Zusätzlich kann auch das Thermoelement defekt sein und die gemessene Temperatur nicht ordnungsgemäß an das Thermometer übertragen. Der Austausch gegen ein Thermoelement gleichen Typs und gleicher Spezifikation behebt das Problem.
Aus mechanischer Sicht liegt die Ursache in einem ungleichmäßigen Heißsiegeldruck. Durch Justieren der Druckfeder des Heißsiegelmessers lässt sich das Problem beheben, indem der Druck gleichmäßig verteilt wird. Gleichzeitig muss die Kontaktfläche des Heißsiegelmessers sauber und frei von Verunreinigungen gehalten werden.
Ein weiterer Grund ist, dass die Heißsiegelfähigkeit des Verbundmaterials selbst nicht gut ist und sich der Heißsiegelkoeffizient ändert, wodurch die Temperaturbeständigkeit inkonsistent wird.
5. Intermittierender Betrieb der Siegelmaschine
Während der Produktion traten bei der Siegelmaschine Aussetzer und ungleichmäßige Drehzahlen auf. Nach Demontage der Rückwand der Maschine zeigte sich, dass die Verbindung zwischen Motorwelle und Getriebe locker war und sich gelöst hatte. Durch erneutes Festziehen der Schrauben konnte das Problem behoben werden. Der Hauptmotor arbeitet mit Kohlebürsten. Sind diese stark abgenutzt, haben sie keinen vollständigen Kontakt zu den Schleifringen oder weisen sie eine zu geringe Reibung auf, arbeitet die Siegelmaschine ebenfalls unregelmäßig. Der Austausch der Kohlebürsten gegen neue des gleichen Typs behebt das Problem.
6. Blasen und unregelmäßige Markierungen an der Versiegelungsstelle
Dieser Fehler tritt ebenfalls recht häufig auf. Obwohl er kein Auslaufen der Verpackung verursacht, beeinträchtigt er deren Ästhetik und schädigt das Produktimage.
Die Hauptursachen dieses Fehlers sind folgende:
Nach längerem Gebrauch des Geräts lagern sich Staub, Kunststoffspäne und andere Verschmutzungen am Hochtemperaturband ab, wodurch dieses uneben und unregelmäßig wird. Dies führt zu ungleichmäßiger Erwärmung an der Schweißstelle. Nach dem Pressvorgang mit der Kühlpresse bilden sich Blasen. Durch Reinigen oder Austauschen des Hochtemperaturbandes lässt sich dieser Fehler beheben. Das Hochtemperaturband ist in der Regel 1,5 cm breit und ca. 22 µm dick. Lässt sich der Schmutz nicht entfernen, muss das Band ausgetauscht werden.
Die Gummischeibe der Kühlpresse weist unregelmäßige, konkave und konvexe Abdrücke auf, die sich direkt auf die Verpackung übertragen und zu zahlreichen sichtbaren Abdrücken an der Siegelstelle führen. Um das ästhetische Erscheinungsbild des Verpackungsbeutels zu gewährleisten, empfiehlt sich der Austausch der Gummischeibe der Kühlpresse.
7. Zu beachtende Punkte bei der Instandhaltung von Geräten
- Die Siegelmaschine sollte an einem gut belüfteten und trockenen Ort aufgestellt werden, wobei die Raumtemperatur bei etwa 25℃ gehalten werden sollte.
Nach jeweils 48 Betriebsstunden der Siegelmaschine sollte 6# Motoröl in alle beweglichen Teile, insbesondere in die Zahnräder, Lager und das Getriebe, nachgefüllt werden.
Regelmäßiges Abstauben ist wichtig, um die Maschine sauber zu halten. Bei Nichtgebrauch sollte das Netzteil ausgesteckt und mit einer Abdeckung versehen werden.
Bei zu langer Laufzeit sollte der Lüfter vor dem Abschalten der Maschine eingeschaltet werden. Warten Sie, bis die Temperatur gesunken ist, bevor Sie die Maschine ausschalten. Andernfalls kann der Hochtemperaturriemen leicht beschädigt werden.
- Um die Dichtigkeit zu gewährleisten, sollte das Hochtemperaturband regelmäßig von Schmutz gereinigt werden.
- Stark verschlissene Teile sollten rechtzeitig ausgetauscht werden, um die Lebensdauer der gesamten Maschine zu verlängern.
Veröffentlichungsdatum: 26. Februar 2025


